Als die Arbeiten zum Bau der Grundschule 1969 begannen fanden die Arbeiter auf dem Baugrundstück eine besonders große Zahl an Sonnentau-Pflanzen vor. Aus diesem Grund trägt die Schule heute den Namen Sonnentauschule.

Die bekannte Fleischfressende Pflanze ist selten, wo sie jedoch auftritt, geschieht dies meist in größeren Beständen. (vgl. www.natur-lexikon.com)

Der Sonnentau wurde stellvertretend für seinen besonders gefährdeten Lebensraum, das nährstoffarme Hochmoor, 1992 zur Blume des Jahres ausgewählt.

Für den Insektenfang bestens ausgestattet besitzt die Pflanze glitzernde Tentakel, die die runde Blattfläche bedecken und am Blattrand besonders lang sind. Setzt sich ein Insekt auf das Blatt, klebt es fest. Beginnt das Tier zu zappeln, schließen sich noch die äußeren Tentakeln um seinen Körper. Fliegen, kleine Käfer, Schmetterlinge und Libellen können vom Sonnentau gefangen werden. Zur Verdauung scheidet die Pflanze ein Sekret aus, das unserem Magensaft ähnlich ist.

Der Sonnentau kann auch ohne diese "Zusatznahrung" leben, mit ihr wird er jedoch kräftiger und hat mehr Samen.

Die Blütezeit dieser naturgeschützten Pflanze ist im Juli und August. Früher wurde der Sonnentau übrigens als Heilpflanze gegen Bronchitis und Keuchhusten gesammelt.

Quelle: www.stiftung-naturschutz-hh.de